Zitate der CREDO-Convention in Dortmund
10.06.2018

mitgeschrieben

Die CREDO-Convention in Zitaten

Ein Mitschnitt der besten Sprüche der Convention

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von Marie Eickhoff

Es gab so viel Input. Deshalb haben wir die wichtigsten Worte, die auf der CREDO-Convention gefallen sind, für dich gesammelt, noch mal aufgeschrieben und markiert.

Autor Otto Neubauer aus Wien

»Vielleicht warten nicht viele in der Kirche auf Jesus, aber draußen warten sie.«

Otto Neubauer aus Wien
Autor des Buches "Mission Possible" und Leiter der Akademie für Evangelisation

Otto Neubauer kommt aus Wien. Da, wo es die hübschen Caféhäuser gibt. Über Dortmund hat er gehört, dass die Stadt "ehrlich und echt" ist. Er ist sehr katholisch erzogen worden und ist froh, dass er schon immer eine Beziehung zu Jesus hatte. Das Gefühl möchte er weitergeben und hat deshalb das Buch "Mission Possible" geschrieben. Das ist ein Glaubenskurs in 10 Schritten. "Die größte missionarische Kraft ist die Freude", sagt Neubauer. Deshalb hat er sich sehr gefreut, dass der 25. Life-Ball in Wien dieses Jahr mit einem Satz aus der Bibel angefangen und aufgehört hat. Der Life-Ball ist einer der größten Charity-Bälle in Wien mit vielen Prominenten, Show und Party.

Otto Neubauer wünscht sich, dass die Kirche mehr Mut zeigt. "Manchmal habe ich das Gefühl, die Kirche ist wie ein Fußballclub, der nur noch kleine Trainings macht, aber keine großen Spiele mehr. Man könnte ja verlieren... Meint ihr, dass so ein Club viele Fans hat?" Er ist überzeugt, dass es ganz viele Menschen gibt, die zwar nicht in die Kirche kommen, sich aber nach Gott sehnen. Und er hat auch eine Theorie, warum die Menschen sich so sehr nach Gott sehnen: "Weil es eine Liebe gibt, die kein Mensch geben kann. Die Menschen spüren das." Als er von seiner Überzeugung spricht, wird er plötzlich lauter, betont seine Worte mit energischen Gesten und lässt sie durch die Kirche hallen. "Entschuldigt, dass ich emotional werde, aber es muss uns zu Herzen gehen." Sein Glaube ist sein Herzensthema. Deshalb teilt er ihn so gern und hofft, dass ihm viele nachkommen, um andere zu berühren.

Sein Tipp ist, sich mit Menschen zum Essen zu treffen und dann ins Gespräch über Gott zu kommen. "Laden wir einfach Leute zum Essen ein. Jesus hat fast unentwegt mit Leuten gegessen." In der Gastfreundschaft sieht er den Schlüssel. Vor allem, wenn man Menschen einlädt, die einen nicht zurück einladen würden. Sie sollen sich willkommen fühlen und vielleicht ermutigt, sich auf ein Gespräch über Gott einzulassen. Für die Menschen, an die Otto Neubauer irgendwie nicht heran kommt, betet er einfach. "Wenn man für jemanden betet, wohnt er im Herzen."

Björn Hirsch von "All for One" aus Fulda

»Es gab noch nie so eine gute Gelegenheit wie jetzt, um junge Menschen für den Glauben zu begeistern.«

Björn Hirsch aus Fulda
Koordinator von "All For One"

Björn Hirsch konnte früher nicht so viel mit Glauben anfangen. "Katholische Jugendliche waren mir früher immer suspekt." Er verstand nicht, worüber sie redeten und machte lieber Party als auf Gemeindefreizeiten zu fahren. Mittlerweile macht er Party mit Gott. Er ist im Leitungsteam von "All For One". Das ist ein Netzwerk in Fulda, das es seit ungefähr eineinhalb Jahren gibt und das alle christlichen Gemeinden in Deutschland miteinander vernetzen möchte. "We pray for unity" ist das Motto des Netzwerks. Sie wünschen sich die Einheit aller Christen undBjörn Hirsch ist überzeugt: "Ohne das Gebet kann das nicht wachsen."

Das er seinen Glauben gefunden hat, hängt hauptsächlich mit einem Schulwechsel zusammen. In der Schule lief es bei ihm früher nicht gut, niemand hat ihm was zugetraut. Dann kam er auf eine neue Schule und lerne einen Lehrer kennen, der ihn auf total pushte. So viel Unterstützung kannte er nicht. Er war so begeistert, dass er selbst anfing, Lehramt zu studieren: für Religion. Und langsam wuchs ein neuer Glauben in ihm. Aus eigener Erfahrung weiß er: "Junge Menschen suchen im Moment so extrem nach was Tiefem. Das bilden wir uns nicht ein."

All For One macht Events, die junge Menschen langsam an das Thema Glauben führen sollen. Die sich nicht direkt nach Kirche anfühlen. Schritt 1 ist: "Kirche als freundlich erleben." Um erstmal ganz normal mit jungen Menschen ins Gespräch zu kommen, machen die Mitglieder des Netzwerks zum Beispiel Flashmobs oder verschenkt in der Stadt Kaffee. Dann laden sie Menschen zu den Jugendgottesdiensten ein. Auch die sind besonders. "Für unseren ersten Gottesdienst haben wir einen Club gemietet." Und die Glaubenskurse macht "All For One" in einer Szene-Kneipe. Das kommt richtig gut an. Björn Hirsch findet es wichtig, dass junge Menschen so angesprochen werden, wie sie es normal und cool finden. Das bedeutet: Mit DJ vorm Gottesdienst und Caps als Werbung. Vor allem Ästhetik sei wichtig. "Wir finden Bürger und Süßkartoffelpommes richtig geil". Deshalb sollte im Pfarrheim nicht nur Kartoffelsalat aus der Plastikbox angeboten werden. Das ist ein Beispiel, aber damit möchte Björn Hirsch erklären, das es eben etwas kostet, junge Menschen zu begeistern. Zu teuer? Seine Meinung: "Investieren! Junge Menschen sind nicht billig zu haben."

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